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Thema: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?


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Von Darkxxxxxxx
72 Beiträge bisher
Darkenigma
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

Meine Hochachtung gilt all jenen, die bereit sind aus Spaß an der Arbeit für Löhne zu malochen, von denen man nicht leben kann.
Nur mal folgendes Gedankenexperiment. Alle im Niedriglohnsektor Beschäftigten würden nur eine Woche nicht zur Arbeit kommen.
Die Millionäre müssten selbst ihr Eigentum beschützen. Selber die Toilette schrubben. Vielleicht beschleicht die Protagonisten bei ihren Flugreisen um die Welt ein mulmiges Gefühl, weil keiner das Gepäck auf Sprengstoff untersucht.
Alle Räder stünden still.

22.04.2018 um 16:18 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Equixxxxxx
108 Beiträge bisher
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

Hallo,

ja, Arbeit sollte Spaß machen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Das Grundgesetz garantiert jedem die freie Berufswahl und irgend etwas wird jeder Mensch schließlich gerne machen. Soweit die Theorie, wenn es da nicht den "Markt" gäbe, der alles reguliert. Der "Markt" bestimmt wer für welche Leistung wie viel Einkommen erhält. Da ist von "Sachzwängen" und "globalem Wettbewerb" die Rede. In Wirklichkeit können nur sehr wenige Menschen ihr Hobby zu Beruf machen. Wer hat nicht schon mal als Kind gehört “Lern erst mal einen anständigen Beruf…” oder “Mach was womit du dich ernähren kannst…” Jede Leistung wird nun einmal durch die Gesellschaft unterschiedlich bewertet.

Womit wir beim Begriff "Leistung" angekommen wären. Es heißt Einkommen sollte nach Leistung bezahlt werden. Und Leistung sei gleich aufgewendete Arbeit/dafür benötigte Zeit (so hieß es bei uns in der 5ten Klasse). Auch dagegen ist vom Prinzip her nichts einzuwenden. Aber wenn das so ist wieso erhält dann ein Manger manchmal bis zu 400 mal soviel wie ein gewöhnlicher Mitarbeiter? Leistet er auch entsprechend viel und wenn ja wie kommt man
zu diesem Ergebnis? Wie will man bewerten, dass ein Manger, ein Profifußballer, ein Filmstar… für seine Leistung ein Vielfaches von einem Müllarbeiter oder einer Raumpflegekraft erhält? Letzten Endes sorgen letztgenannte mit ihrer Arbeit doch unter anderem auch dafür, dass sich Viren und Bakterien weniger stark ausbreiten können. Es braucht nur jemand ein Gerücht in die Welt zu setzen, dass in einem DAX Unternehmen Arbeitsplätze abgebaut werden, schon steigen die Kurse. Wo ist die Leistung, die diesen Gewinnzuwachs rechtfertigt? Was ist mit den vielen Menschen, die oft ehrenamtlich tätig sind in Familie und im öffentlichen Leben, die zwar für ihre Leistung kein Einkommen erhalten, ohne die das System aber zusammenbrechen würde?
Im vergangenen Jahr war im Fernsehen ein Bericht über einen Mann zu sehen, 62 Jahre alt, Hatz IV Empfänger und ehrenamtlicher Bürgermeister einer Gemeinde in Schleswig Holstein. Der Mann leistet in meinen Augen sehr viel und muss sich als Gegenleistung immer wieder beim Jobcenter melden und wird auf Bedürftigkeit gecheckt wie alle anderen auch.
Und warum wird die “Leistung” von Zockerbanken und Börsengurus über Nacht mit bis zu dreistelligen Milliardenbeträgen belohnt, währen in vielen Schulen der Putz von den Wänden fällt? Banken sind systemrelevant….

Hinzu kommt noch, dass immer mehr Menschen vom Arbeitsprozess ausgeschlossen sind, weil immer mehr Arbeitsplätze aufgrund des technischen Fortschritts wegfallen bzw. dorthin verlagert werden, wo die Löhne niedriger sind. Auch dies sind “Sachzwänge” um “im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben”. Zwar werden bei solchen Maßnahmen auch Arbeitsplätze geschaffen, aber es fallen mehr weg als neugeschaffen werden und die Betroffenen scheiden oftmals für solche neu geschaffenen Arbeitsplätze aus.

Wer von uns also produziert seine Lebensmittel, Waren oder Dienstleistungen noch selbst?

Auch ich habe mal zwar nicht im “Traumberuf” aber doch in einem guten Job in einem mittelständigen Logistikunternehmen angefangen. Es gab jedes Jahr Gehaltserhöhungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und… und… und…. Unser Unternehmen hatte zweistellige Wachstumsraten und wurde so zum Paketzusteller Nr. 1. Dann kamen die Kostenkiller und es war Schluss damit. Danach wurde mein Einkommen von Jobwechsel zu Jobwechsel immer geringer. Von “Sozialklimbim” wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld ganz zu schweigen, bis ich dann seit ca. 6 Jahren von einer Befristung zur nächsten im unteren Anfänger Gehaltsbereich gelandet bin, falls mich überhaupt noch jemand einstellen will. Nein, so macht Arbei keinen Spaß !!!! Darüber hinaus finde ich es empörend, dass Leute, die jahrzehntelang gearbeitet haben am Ende genauso behandelt werden, wie einer der nie gearbeitet hat, ja sogar noch schlimmer, weil man sein Erarbeitetes zuerst aufbrauchen muss bevor man den “Segen” von Hatz IV erhält. Für mich ist das eine schleichende Enteignung.

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist nicht neu. Schon Aristoteles forderte den Menschen von der Last der Arbeit zu befreien, um sich den wirklich wichtigen Dingen wie der Kunst, der Philosophie, der Politik etc. widmen zu können. Auch der frühere thüringische Ministerpräsident Althaus fordert ein solches. Und selbst der Ökonom Milton Friedman, Nobelpreisträger für Wirtschaft vom 1976 und gnadenloser Prophet eines freien Marktes mit allen Konsequenzen, fordert eine “negative Einkommenssteuer”. Ein weiterer Vertreter dessen ist Götz Werner, der Gründer der DM Handelskette. Er zeigt einen Weg auf, wie man dieses auch aus reinen Konsumsteuern bestreiten kann.

Heute geht jedenfalls sehr viel vom Sozialetat nicht an die Bedürftigen, sonder an die Bürokraten, die die Leute ausspionieren nur um einem beweisen zu können, dass man nicht bedürftig ist, darunter auch solchen Leuten, die mit ihren Steuern den Job solcher Wichtigtuer jahrelang mit finanziert haben. Peter Hartz, dem Erfinder der nach ihm benannten Reformen blieb die öffentliche Blamage seines Korruptionsprozesses erspart, das das Gericht die Öffentlichkeit vorher ausgeschlossen hatte… Die Würde des Menschen ist schließlich unantastbar…

Nun ja, es werden wohl noch viele Jahre vergehen, bis es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben wird. Die Zeit ist einfach noch nicht reif.

Viele Grüße

Equitatus

22.04.2018 um 16:38 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Pennxxxxxxx
289 Beiträge bisher
Penny_Wise
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?



Öhm...
Wer fordert "für Löhne zu malochen, von denen man nicht leben kann"?
Ich habe das nicht getan (würde ich auch nicht) und weder im Faden noch das "Grundeinkommen" fordert das.
Es geht um:
a) Eine Ideale Gesellschaft (deswegen StarTrek als Beispiel)
b) Die Frage, ob man ohne Tätigkeit (soll heißen Dauerfaulenzen) leben kann.



22.04.2018 um 18:00 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Darkxxxxxxx
72 Beiträge bisher
Darkenigma
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?



Die ideale Gesellschaft benötigt wohl den idealen Menschen. Und hier liegt schon das große Problem. der Mensch ist ja nicht nur gütig und selbstlos sondern auch eifersüchtig und hinterhältig. Das liegt schlicht in seiner Natur.
Dass man von Dauerfaulenzen auch heute schon prima leben kann, beweist das kirchliche Spitzenpersonal in Deutschland.

22.04.2018 um 18:36 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von fuegxxxx
1 Beiträge bisher
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?



Ich bezweifle das Herr Werner wirklich das Wohl der Menschen im Auge hat, denn Konsumsteuern zahlt allein der Konsument, was ist mit dem Anteil des Produzenten? Es scheint mehr so, das der Vorschlag darauf Abzielt sich selber die Taschen noch mehr zu füllen. Augen auf bei solcherlei vermeintlich "gut gemeinter" Vorschlägen.

28.04.2018 um 23:34 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Darkxxxxxxx
72 Beiträge bisher
Darkenigma
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

"Ich geh in Ruhestand". Freiburgs grüner,Ex-Oberbürgermeister Dieter Salomon nach der verlorenen Wahl. Der Mann ist 57 Jahre. Geht doch!

07.05.2018 um 9:24 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Equixxxxxx
108 Beiträge bisher
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

Hallo,

es ist nun mal eine Tatsache, dass alle Menschen "gleich" sind, aber einige "gleicher".
Berufspolitiker haben in der Regel nach zwei Legislaturperioden vollen Pensionsanspruch. Darüberhinaus hat auch ein Ex-Bundespräsident, selbst wenn er nur wenige Monate im Amt war, vollen Anspruch auf "Ehrensold" bis ans Lebensende und der ist nicht zu knapp.
Als ich über Zeitarbeit bei einem großen deutschen Telekommunikationskonzern gearbeitet habe, habe ich erfahren, dass nach dem Beginn der Privatisierung, die dort arbeitenden Beamten seit Jahren bei voller Besoldung zu Hause saßen. Des weiteren konnten sie bereits mit 55 Jahren in Pension gehen, während andere Arbeitnehmer noch mit über 60 Jahren gegängelt werden, obwohl jeder vernünftige Mensch weiß, dass sich die Arbeitgeber nicht mehr gerade um einen solchen "prügeln" werden, und dann soll man noch länger....?

Also ich denke, dass in einem Land:

das es sich leisten kann an internationalen Kampfeinsätzen teilzunehmen,

das es sich leisten kann buchstäblich über Nacht dreistellige Milliardenbeträge locker zu machen um marode Zockerbanken zu retten und das ohne jede Gegenleistung,

in dem Manager bis zu 400x mehr erhalten als ihre Angestellten (ob sie es "verdienen" ist Ansichtssache),

in dem Fußballspieler für zweistellige Millionenbeträge von einem Verein zum anderen wechseln (auch hier darf der Steuerzahler bei Fehleinschätzung herhalten),

in dem Manager, wenn sie tausende Menschen arbeitslos gemacht haben mit Millionenbeträgen "honoriert" werden,

in dem Beamte jahrelang zu Hause bleiben dürfen bei voller Besoldung und dann auch noch vorzeitig pensioniert werden (ich weiß, dass dies nicht alle Beamten so wollen und ebenfalls keinen Einfluß daraufhaben. Ich wünsche jedem Arbeitnehmer die Sicherheit eines solchen Status),

in dem große Konzerne mit Milliardenbeträgen subventioniert werden und Steuererleichterung erhalten (wer erinnert sich noch an Nokia?...),

in dem Milliardenbeträge für was weiß ich noch alles täglich hin- und hergeschoben werden....,

in einem solchen Land sollte es möglich sein, jedem Bürger ein Auskommen zu ermöglichen.

Viele Grüße

Equitatus



08.05.2018 um 11:08 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Pennxxxxxxx
289 Beiträge bisher
Penny_Wise
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

Leute...
Bitte KEINE politische Diskussion und KEINE Diskussion über Politiker.
Es geht mir nach wie vor darum:
Ist "der Mensch" ein Wesen, das "Arbeit" oder sagen wir "eine Beschäftigung" braucht, um sich wohl zu fühlen.

09.05.2018 um 21:44 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Equixxxxxx
108 Beiträge bisher
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

ja, ich noch einmal,

jeder Mensch beschäftigt sich mit irgend etwas gerne. Denn wäre dem nicht so, dann wären wir nur stumpfsinnige vor sich hinvegetierende Kraturen. Ja, ich glaube sogar, dass wir dann noch nicht einmal essen oder atmen würden, da dies ja streng genommen auch "Tätigkeiten" und somit "Beschäftigungen" sind. Jeder von uns hat breit gefächerte Interessen und somit genügend Anreiz für Beschäftigungen.

Das Problem ist dabei nur, dass es nicht für all diese Beschäftigungen einen "Markt" gibt und diese somit nach ökonomischen Gesichtspunkten "wertlos" sind. Es gibt leider kein Verfahren, wie man den realen Marktwert einer solchen Beschäftigung empirisch festellen kann, die "Wertschätzung" und somit "Bezahlung" ist daher immer subjektiv und wird von Leuten festgelegt, die nun einmal die Macht haben dies zu tun.
Und somit ist es leider nicht möglich die Politik aus einer solchen Diskussion herauszuhalten, denn wer für welche Tätigkeit wieviel erhält oder überhaupt etwas wird immer eine politische Entscheidung sein. Und wer nun mal Interesse an Tätigkeiten hat für die es kein Einkommen gibt ist halt gezwungen sich eine solche zu suchen.

Viele Grüße

Equitatus

10.05.2018 um 16:28 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
Von Darkxxxxxxx
72 Beiträge bisher
Darkenigma
re: Arbeit, einfach nur aus "Spaß"?

Mir macht Arbeit immer Spaß,- so beim zuschauen.

13.05.2018 um 14:47 Profil Diesem Beitrag direkt AntwortenAntworten
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